Bürgermeister Schlecht zu Besuch in der Werkrealschule Lenningen

Herr Schlecht ist der Bürgermeister von LENNINGEN, der Stadt unserer deutschen Freunden. Er hat sich zur Werkrealschule begeben, um die Fragen der Schüler seiner Gemeinde zu beantworten. Es scheint uns interessant Ihnen diesen Erlebnisbericht aus dem LENNINGER Alltag zu liefern, die von zweien der Schüler der besuchten Klassen geschrieben wurden. Die Übersetzung wurde von Herr Braun gemacht, einem Mitglied des Parnterschaftsausschusses von Pouilly en Auxois. Wir bedanken uns dafür bei ihm.

 


Bürgermeister Schlecht zu Besuch in der Werkrealschule Lenningen

Bürgermeister Schlecht kam der Einladung der beiden 7. Klassen der Werkrealschule gerne nach und so hatten wir am Dienstag, 8. Januar 2013, die Gelegenheit, ihn persönlich und über die Gemeinde Lenningen zu befragen.
 
Herr Schlecht erzählte, dass er 1999 zum Bürgermeister von Lenningen gewählt wurde und seine 2. Amtszeit noch bis 2015 dauert. Auf die Frage, wie man Bürgermeister wird, antwortete Herr Schlecht: „Indem man ein bisschen verrückt ist!“ Er arbeitet rd. 60 Stunden in der Woche, eingerechnet sind hier auch die vielen Verpflichtungen am Wochenende. Er leitet die Gemeindeverwaltung mit insgesamt 180 Mitarbeitern und ist Vorsitzender des Gemeinderats, der aus 19 Gemeinderäten besteht. Im Studium kam ihm die Idee, Bürgermeister zu werden. Vorher träumte er davon, sein Geld als Fußballer zu verdienen.
 
Dass sich Bürgermeister Schlecht in seiner Gemeinde gut auskennt, zeigten weitere Informationen. Er erzählte uns, dass der Brunnen am Marktplatz gerade von Ehrenamtlichen repariert wird. Auf die Frage, warum es so wenige Spielplätze für ältere Jugendliche in der Gemeinde gibt, erklärte Herr Schlecht dass es nicht sinnvoll sei, Spielplätze für 0 bis 15 Jährige zu bauen. Außerdem gibt es immer wieder Ärger mit dem Verhalten der Älteren. Die Zerstörungswut ist leider sehr groß, und es ist zu teuer, immer wieder Reparaturen bezahlen zu müssen. Interessant war für uns auch, dass es nur einen offiziellen Schulweg gibt, und es daher nicht möglich ist, den Radweg an der Kläranlage auch zum Schulweg zu erklären. Er ist deshalb auch nicht beleuchtet.
 
Womit wird Werbung gemacht, dass mehr Menschen nach Lenningen ziehen?
 
Bürgermeister Schlecht erklärt dies u.a. so: Viele Menschen möchten einfach nahe an einer größeren Stadt leben und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten haben. Wir können damit werben, dass wir gute Kindergärten und Schulen haben, und die Wohnungen und Häuser in Lenningen billiger sind als in der Stadt.
 
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Bürgermeister Schlecht für eine mal ganz andere Mittagsschule. Es war interessant, „unseren“ Bürgermeister einmal live zu erleben. Vielleicht können wir ja in der 8. Klasse an einer Gemeinderatssitzung teilnehmen.
 
 
Ein Bericht von Benjamin Korac aus der 7b mit Unterstützung von Johannes Becker und der Klassenlehrerin Andrea Geltz
 

 
 
Quelle: http://www.lenningen.de/bm-besucht-werkrealschule.html